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Seebestattung

Die Seebestattung wird oft von Menschen gewählt, die bereits zu Lebzeiten eine enge Verbindung zum Wasser hatten. Aber auch Menschen, die einen besonderen Ort der Bestattung wünschen, bevorzugen immer mehr die Bestattung zu hoher See. Wie bei der Waldbestattung schließt sich im Meer wieder der Kreislauf des Lebens, da Wasser ursprünglich als das lebensspendende Element gilt.

Einer Seebestattung geht immer eine Einäscherung voraus. Zur Bestattung selbst wird eine spezielle See-Urne mit der Asche des Verstorbenen in ausgewiesenen Bereichen durch Reedereien in der Nord- oder Ostsee oder in Meeren wie dem Mittelmeer beigesetzt. Die Wahl des Gewässers kann zu Lebzeiten gewählt werden oder mit den Hinterbliebenen besprochen werden.

Bei der Seebestattung sind die Angehörigen zwar von Folgekosten wie Grabpflege oder Friedhofsgebühren befreit, sie können aber nicht an einem Grab oder einer Bestattungsstelle trauern.

Eine Seebestattung erfordert eine schriftliche Willenserklärung des Verstorbenen, aus welcher der Wunsch nach einer Seebestattung deutlich hervorgeht. Falls keine Willenserklärung vorliegt, kann durch die nächsten Angehörigen ein Antrag gestellt werden. Voraussetzung zur Genehmigung ist, dass die Seebestattung dem Wunsch und Willen des Verstorbenen zu Lebzeiten entsprochen hat. Damit also der letzte Wunsch ohne Probleme erfüllt werden kann, ist eine Vorsorge zu Lebzeiten ratsam und sinnvoll.